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Coaching Bioenergiedörfer / Aktuelles


Übersicht:

- Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Strategie, Finanzierung. 02./03. Juli 2010 Malzfabrik / Grevesmühlen
- Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Geld, Strategie. 19./20. März 2010, ÜAZ, Waren/Müritz
- Dokumentation „Wege mit Zukunft. Chancen für Wertschöpfung und Teilhabe in Mecklenburg-Vorpommern durch Erneuerbare Energien“ als DVD und auf youtube
-
Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009
- Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern. Chancen für den Ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe. 09. Mai 2009, Güstrow


Güstrow / Bollewick, den 05. Juli 2010

Finanzierung, Förderung, Organisations- und Teilhabemodelle
sowie erste Konzeptionen von Bioenergiedörfern...
das und mehr erfuhren und diskutierten die über 150 Teilnehmer.

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Wege zum Bioenergiedorf.
Technik, Strategie, Finanzierung.

02./03. Juli 2010 Malzfabrik / Grevesmühlen

Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident unseres Landes
Herr Erwin Sellering.

 

Am 02. Und 03. Juli 2010 kamen in der Malzfabrik in Grevesmühlen 154 interessierte Bürgermeister, Gemeindevertreter, Mitarbeiter von Verwaltungen und Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern sowie Gäste aus Brandenburg, Berlin, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Wales auf der Tagung „Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Strategie, Finanzierung“ zusammen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen unterschiedliche Modelle der Finanzierung von Machbarkeitsstudien und der Beteiligung der Bürger an den Vorteilen künftiger Bioenergiedörfer, z.B. durch die Gründung von Energiegenossenschaften. Im Rahmen des Projektes „Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern. Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.“ sind bislang 80 Interessenbekundungen bei der Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV eingegangen, mit dem klaren Votum sich an dem Vorhaben zu beteiligen.

Neben den bislang 11 Gemeinderatsbeschlüssen wurden von verschiedenen Teilnehmern weitere in Aussicht gestellt und von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV betont. Hierzu Bertold Meyer (Projektleiter Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern): „Die Gemeinderatsbeschlüsse sind aus drei Gründen besonders wichtig: sie dokumentieren gegenüber der Bevölkerung vor Ort die eigenen Vorhaben und geben somit Planungssicherheit, sie sind Voraussetzung für die Förderung von Machbarkeitsstudien durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV und sie sind Bedingung für die Teilnahme am Clusterantrag des Projektes „Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern“ bei der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV bietet auch weiterhin interessierten Bürgern und Gemeinden an, Informationsveranstaltungen, z.B. im Rahmen von Gemeinderats-sitzungen, durchzuführen, um Wissen über und Akzeptanz des Themas Nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien weiter voranzubringen und die Anzahl der Gemeinderatsbeschlüsse und der Beteiligten stetig zu erweitern.“

Auf der Abendveranstaltung am 02. Juli 2010 unterstrich Prof. Dr. Manfred Stock vom renommierten Potsdam-Institut für Klimaforschung nochmals den Stellenwert von Bioenergiedörfern:
„Bioenergiedörfer leisten nicht nur einen Beitrag zur CO2-Einsparung und damit zur Bewältigung des Klimawandels. Sie sind auch Teil des kommenden ökologischen Wirtschaftswunders, das am Beginn des postfossilen Zeitalters steht. Sie stellen als Energiewendedorf die Frage: Wie kann unsere Kommune auf die Herausforderungen und Chancen reagieren, die durch das Ölfördermaximum und den Klimawandel entstehen?“

Im Verlauf der Veranstaltung wurde die „Grevesmühlener Erklärung“ unterzeichnet, welche die Potentiale Erneuerbarer Energien für Wertschöpfung und Teilhabe im ländlichen Raum betont und gleichzeitig für eine neue Wahrnehmung der Potentiale ländlicher Räume und damit eine neue überregionale Partnerschaft zwischen Stadt und Land wirbt. Aus der „Grevesmühlener Erklärung“: „Die vielfältigen Potentiale ländlicher Räume werden im postfossilen Zeitalter eine neue Gewichtung erfahren: hier werden die Zentren erneuerbarer Energieproduktion sich herausbilden, hier können gesunde Lebensmittel ressourcenschonend und klimafreundlich produziert, veredelt und regional vermarktet werden, hier bieten einzigartige Naturräume Zeit für Inspiration und Regeneration, Arbeit und Leben… In diesem „Garten der Metropolen“ werden die alten Gegensätze zwischen Stadt und Land verwischt - beide werden noch stärker aufeinander angewiesen, miteinander verflochten sein, beide werden sich nur gemeinsam und nicht gegeneinander entwickeln können. Unser gemeinsames Handeln soll dabei dazu beitragen, mit Hilfe Erneuerbarer Energien als wesentlichem Schritt die Lebensqualität in ländlichen Räumen zu stärken und ist damit Teil der im Grundgesetz geforderten Daseinsvorsorge.“

Da alle Referate filmisch festgehalten wurden, können Sie diese im August auch als Videos auf dem youtube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern (http://www.youtube.com/ANEMV2001) abrufen.

Unser nächster Workshop mit dem Schwerpunkt "Finanzierung von Bioenergiedörfern / Clusterantrag" findet am 29./30. Oktober 2010 statt. 


Vorträge / Präsentationen
- Martin Bonow: Gründung und Praxis von Energiegenossenschaften. Unterstützungspotenziale des genossenschaftlichen Verbundes ( 1044 KB)
- Marcel Bruß: Regenerative Energien im ländlichen Raum. Die regionale Unterstützung Ihrer lokalen Stadtwerke aus dem EEHG MV Verbund ( 277 KB)
- Dr. Andreas Eisen: Gründung und Praxis von Energiegenossenschaften. Spezifika und Potenziale ( 246 KB)
- Prof. Dr. Peter Heck: 500 (Bio)EnergieDörfer in Mecklenburg-Vorpommern: Projektvorstellung, Strategie, Zielsetzung und bisherige Ergebnisse, Zeitplanung ( 10258 KB)
- Prof. Dr. Peter Heck: Finanzierungs- und Teilhabemodelle für (Bio)EnergieDörfer in Mecklenburg-Vorpommern ( 1116 KB)
- Antti Olbrisch: Ergebnisse aus Vor-Ort Begehungen und konzeptionelle Ansätze der 4 ersten (Bio)EnergieDörfer ( 2094 KB)
- Dr. Thorsten Permien: Förderung von Bioenergiedörfern in Mecklenburg-Vorpommern. Fördermöglichkeiten für die Startphase ( 366 KB)
- Prof. Dr. Manfred Stock: Klimawandel und Ressourcenverknappung - Anforderungen und Möglichkeiten zum Umbau der Energiewirtschaft am Beispiel Bioenergiedörfer ( 4827 KB)

Tagungsmappe
- Interessenabfrage / Quick-Check-Liste (elektronisch ausfüllbar) ( 274 KB)
- Merkblatt Machbarkeitsstudie ( 334 KB)
- Experten für die Wege zum Bioenergiedorf ( 507 KB)
- Einladung / Programm / Anmeldeformular (Fax) ( 432 KB)
- Flyer ( 373 KB)
- Teilnehmerliste ( 329 KB)
- Pressemitteilung ( 262 KB)
-
Grevesmühlener Erklärung ( 204 KB)


Veranstaltungen Bioenergiedörfer MV 2009/10
- 19./20. März 2010, Wege zum Bioenergiedorf, ÜAZ, Waren /Müritz
- Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009
- 09. Mai 2009, 10.00-15.45 Uhr, Güstrow


 

Güstrow / Bollewick, den 01. Juli 2010 

Mehr als 150 Teilnehmer sind angemeldet.

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Wege zum Bioenergiedorf.
Technik, Strategie, Finanzierung.

am 02./03. Juli 2010 in der Malzfabrik, Börzower Weg 3, 23936 Grevesmühlen stattfinden.

Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident unseres Landes
Herr Erwin Sellering.


An alle am Thema Interessierten, die leider andere Termine wahrnehmen müssen:
Auch diese Veranstaltung wird wieder umfassend dokumentiert - die Vorträge / Präsentationen werden Sie hier als pdf in der nächsten Woche nachvollziehen können, außerdem werden alle Referate filmisch festgehalten und im August als Videos auf dem youtube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern  (http://www.youtube.com/ANEMV2001) veröffentlicht.

Allen Teilnehmern wünschen wir eine gute Anreise, bei Rückfragen sind wir mobil erreichbar unter:
0170-2369262 (Bertold Meyer)
0173-2666469 (Henrik Manthey)


mehr...

Materialien
- Einladung / Programm / Anmeldeformular (Fax) ( 432 KB)
- Anmeldeformular (elektronisch ausfüllbar) ( 476 KB)
- Flyer ( 373 KB)
- Pressemitteilung ( 262 KB)

Veranstaltungen Bioenergiedörfer MV 2009/10
- 19./20. März 2010, Wege zum Bioenergiedorf, ÜAZ, Waren /Müritz
- Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009
- 09. Mai 2009, 10.00-15.45 Uhr, Güstrow


 

Güstrow / Bollewick, den 01. Juni 2010 

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Wege zum Bioenergiedorf.
Technik, Strategie, Finanzierung.

am 02./03. Juli 2010 in der Malzfabrik, Börzower Weg 3, 23936 Grevesmühlen stattfinden.

Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident unseres Landes
Herr Erwin Sellering.

Durch hochrangige Vorträge und Workshops werden nicht nur interessierten Bürgermeistern, Gemeindevertretern, Mitarbeitern von Verwaltungen und Landwirten die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, die zum Bioenergiedorf führen.


Was ist das Ziel?

Ziel ist es 2010 50+x kleine Städte und Gemeinden auf den Weg zu einer Nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zu bringen bzw. zu begleiten.

Die Nachhaltige Produktion und Nutzung Erneuerbarer Energien in ländlichen Räumen, Dörfern und kleinen Städten Mecklenburg-Vorpommerns birgt immense Potentiale und Chancen für  Bürger,  Kommunen  und  Unternehmen  im  Land: zur Errichtung und Stärkung  regionaler  Wertschöpfungskreisläufe, zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle und zur Ansiedelung von Betrieben und Unternehmen, zur politischen und wirtschaftlichen Teilhabe der Bürger in diesem Prozess. Die geglückten Beispiele der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zeigen, dass unabhängige, regionale Energieproduktion, Energieeffizienz und Klimaschutz heute Standortfaktoren sind, die zunehmend attraktiv für Unternehmen wie für Menschen sind.

Am 02./03. Juli 2010 werden deshalb konkrete Modelle möglicher Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern sowie unterschiedliche Gesellschaftsformen (Energieerzeugung u./o. Energienetze) vorgestellt und vorgerechnet. Welche Investitionen hierfür notwendig sind und wie Modelle für eine Teilhabe der Bürger vor Ort organsiert werden können, wird hierbei ein Schwerpunkt der Vorträge und Workshops sein. Nicht zuletzt sollen Umfang und Leistungen ingenieurtechnischer Potentialanalysen beschrieben und die Frage ihrer Finanzierung beantwortet werden.


Wie geht es weiter?

Schon jetzt sind mehr als 50 Gemeinden dabei!

Im Rahmen des für dieses Projekt erschließbaren Fördertitels „Förderung kommunale Agenda“ des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV sind bis zu 50% der entstehenden Ausgaben, z.B. für Potentialanalysen, förderfähig. Für die Finanzierung der restlichen Kosten werden wir Antworten geben. Darüber hinaus gilt es weiterhin Fördermittel auf Bundesebene für dieses einzigartige Projekt zu akquirieren, weshalb die Vorbereitung des Clusterantrags 50+X bei Klimaschutzinitiative (BMU) weiterhin Priorität hat.

Die Veranstaltung inkl. Tagungsgetränke, Mittag und Abendessen ist für Sie kostenfrei!
Kosten für Anreise und Unterkunft tragen die Teilnehmer selbst.

Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt. Da die Tagung in die touristische Kernsaison fällt, sollten Sie sich frühzeitig um eine Unterkunft bemühen.
Tourismusinformation Grevesmühlen, Am Kirchplatz 5, 23936 Grevesmühlen, Telefon 03881-723222
http://www.grevesmuehlen.de/Tourismus.10.0.html

Wir bitten deshalb um verbindliche Anmeldung (s. Formular) bis 24.06.2010.

Materialien
- Einladung / Programm / Anmeldeformular (Fax) ( 432 KB)
- Anmeldeformular (elektronisch ausfüllbar) ( 476 KB)
- Flyer ( 373 KB)

Veranstaltungen Bioenergiedörfer MV 2009/10
- 19./20. März 2010, Wege zum Bioenergiedorf, ÜAZ, Waren /Müritz
- Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009
- 09. Mai 2009, 10.00-15.45 Uhr, Güstrow



Güstrow, den 10. Mai 2010

Jetzt alle Vorträge als Videos bei youtube!

Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Geld, Strategie.
19./20. März 2010, ÜAZ, Waren/Müritz.

Es ist soweit!
Alle Vorträge unserer Veranstaltung "Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Geld, Strategie." am 19./20. März 2010 im ÜAZ, Waren/Müritz können nun auf dem youtube-Kanal der ANE angesehen werden.

Hier der Link: http://www.youtube.com/ANEMV2001 .

Vielen Dank nochmals allen über 190 Teilnehmern für die Teilnahme und regen Diskussionen, für die Unterstützung unseres Partnerprojektes "COOL - Change of our Life" mit insgesamt 500€ und für die zahlreichen Nachfragen und Kontakte seit unserer Veranstaltung.

Unser nächster Workshop mit dem Schwerpunkt "Finanzierung von Bioenergiedörfern" findet am 02./03. Juli 2010 statt.
Näheres erfahren Sie hier in Kürze.


Wenn Sie Informationen (u.a. über Fördermöglichkeiten und Projekte) wünschen, kontaktieren Sie uns und machen Sie mit, indem Sie unsere Quick-Check-Liste ausfüllen!
Interessenabfrage / Quick-Check-Liste (elektronisch ausfüllbar) ( 274 KB)
und uns per E-Mail: b.meyer@fane-mv-ev.de oder per Fax 03843/773317  zukommen zu lassen.


 

Waren / Güstrow, den 21. März 2010

Zwei Tage voller neuer Erkenntnisse und spannender Diskussionen,
über 190 Teilnehmer... und 500€ für die gute Sache!

Tagungsrückblick:
Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Geld, Strategie.
19./20. März 2010, ÜAZ, Waren/Müritz.

 „Die Menschen hier in Mecklenburg-Vorpommern wissen oft noch gar nicht, welche Schätze sie haben.
Das wird alles noch sehr spannend, man muss es cool und pragmatisch angehen, aber nicht allein.“
Werner Rauscher, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Erneuerbare Energien (Güssing/Österreich)


  

Vor dem Hintergrund endlicher fossiler Energieträger und steigender Energiepreise kann die Nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien in Bioenergiedörfer eine bezahlbare Energieversorgung für die Bürger absichern. Im Zentrum der Aufmerksamkeit sollten dabei die unterschiedlichen Aspekte regionaler Wertschöpfung und lokaler Teilhabe stehen. U.a. sind neben der Stabilisierung der Land- und Forstwirtschaft durch neue Einkommensperspektiven und durch die Bürger-Beteiligung an Energieerzeugungsanlagen und –netzen hier sowohl immense Potentiale für die wirtschaftliche Entwicklung wie für die Konsolidierung sozialer Sicherungssysteme zu heben. Außerdem wird durch das Projekt Bioenergiedörfer Mecklenburg-Vorpommern ein gemeinsames Agieren im Dorf initiiert, dass den Bürgern die Möglichkeit gibt, über ein zentrales Element der Gemeindeentwicklung zu diskutieren und mit zu entscheiden. Welche Potentiale Bioenergiedörfer haben, welche unterschiedlichen Betreiber- und Teilhabemodelle sinnvoll sind, wie die unterschiedlichen Etappen hin zum Bioenergiedorf finanziert werden können und welche Förderungen möglich sind und was es mit dem Vorhaben des Clusterantrages 50+X auf sich hat - für all diese Fragen wurden Antworten gegeben und Wege beschrieben.

Wie geht es weiter?

Die Feststellung der Energie-, Abnahme- und Effizienzpotentiale sind unerlässlich auf dem Weg zum Bioenergiedorf, aber sie kosten Geld. Hierfür gibt es momentan zwei Fördermöglichkeiten, die das Coaching Bioenergiedörfer Mecklenburg-Vorpommern „unterstützt“ / begleitet.
1. Im Rahmen des Fördertitels „Lokale Netzwerke/Agenda 21“ des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV sind bis zu 50% der entstehenden Kosten förderfähig.
2. Die BMU Klimaschutzinitiative bietet die Möglichkeit bis zu 70% der entstehenden Kosten für Potentialanalysen durch Förderung abzudecken. Über das Coaching Bioenergiedörfer Mecklenburg-Vorpommern wird ein Clusterantrag 50+X vorbereitet, der es nicht zuletzt Gemeinden unter 10000 Einwohnern ermöglicht, Mittel einzuwerben. Dieser Clusterantrag soll im Herbst 2010 eingereicht werden.  

Außerdem ist die Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern mit dem Genossenschaftsverband im Gespräch, um eine weitere Fördermöglichkeit für  Potentialanalysen zu erschließen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es notwendig, dass sich lokale Initiativen über die potentielle Gesellschafterstrukturen Gedanken machen.

Wenn Sie Informationen über diese Fördermöglichkeiten und Projekte wünschen, kontaktieren Sie uns und machen Sie mit, indem Sie unsere Quick-Check-Liste ausfüllen!
Interessenabfrage / Quick-Check-Liste (elektronisch ausfüllbar) ( 274 KB)
und uns per E-Mail: b.meyer@fane-mv-ev.de oder per Fax 03843/773317  zukommen zu lassen.

500€ für das COOL-Projekt (Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung)

Im Rahmen der Veranstaltung "Wege zum Bioenergiedorf" wurden für das Projekt "COOL - Change of our Life" insgesamt 500€ durch die Teilnehmer gespendet, um diese beispielsetzende Arbeit mit jungen Menschen und neuen Medien an den Themen Klimawandel und Erneuerbare Energien  zu unterstützen. Das Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung verbindet in diesem Modellprojekt Klimabildung und Medienkompetenz, erarbeit mit Jugendlichen Zukunftszenarien und zeigt Perspektiven im Land durch den aktiven Umgang mit den Folgen des Klimawandels und der Energiewende auf.
Für weitere Informationen: http://www.kmgne.de

Unser nächster Workshop mit dem Schwerpunkt "Finanzierung von Bioenergiedörfern" findet am 02./03. Juli 2010 statt.

Die filmische Dokumentation der Referate am 19. März 2010 im ÜAZ und im Müritzeum finden Sie auf dem youtube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern  (http://www.youtube.com/ANEMV2001) ab dem 05. Mai 2010.

Vorträge / Präsentationen
- Ullrich Buchta: Aktionsplan Klimaschutz Mecklenburg-Vorpommern 2010 ( 1860 KB)
- Prof. Dr. Peter Heck: Stoffstrommanagement und regionale Wertschöpfung ( 4553 KB)
- Prof. Dr. Peter Heck: Workshop I - Übersicht / Konzepte Bioenergiedörfer in Deutschland“ ( 7407 KB)
- Prof. Dr. Peter Heck, Thomas Anton: Workshop II - Mehr Geld in den Kommunen durch Bioenergiedörfer?   ( 6602 KB)
- Werner Rauscher: Jeder kann es schaffen – auch die Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns! Regionale Wertschöpfung, Klimaschutz, und Teilhabe vor Ort – das Modell Güssing.   ( 8149 KB)
- Michael Knape: Energieautarker Ort Feldheim  ( 4711 KB)
- Dr. Annelie Saß: Grußworte  ( 3645 KB)
- Dr. Olaf Schätzchen: Der Weg zum Bioenergiedorf Bollewick ( 3281 KB)
- Matthias Schmiedel: Regionale Energieversorgung  ( 2090 KB)
- Dr. Andreas Schütte: Energie für Morgen  - Chancen für ländliche Räume ( 3767 KB)

Programm
- Wege zum Bioenergiedorf. Technik, Geld, Strategie. 19./20. März 2010, ÜAZ, Waren ( 273 KB)

Tagungsmappe
- Interessenabfrage / Quick-Check-Liste (elektronisch ausfüllbar) ( 274 KB)
- Experten für die Wege zum Bioenergiedorf ( 518 KB)
- Teilnehmerliste ( 193 KB)
- Workshops ( 73 KB)


Güstrow / Bollewick, den 15. Februar 2010 

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Wege zum Bioenergiedorf.
Technik, Geld, Strategie.

19./20. März 2010,
Überregionales Ausbildungszentrum (ÜAZ), Warendorfer Str. 18, 17192 Waren.

Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident unseres Landes Herr Erwin Sellering.


Die Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern lädt in Zusammenarbeit mit Ihren Kooperationspartnern wiederum zu einer anspruchsvollen Veranstaltung zum Thema Nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien in kleinen Städten und Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern ein.
Durch hochrangige Vorträge und Workshops werden nicht nur interessierten Bürgermeistern, Gemeindevertretern, Mitarbeitern von Verwaltungen und Landwirten die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, die zum Bioenergiedorf führen.


Was ist das Ziel?
Ziel ist es 50+x kleine Städte und Gemeinden auf den Weg zu einer Nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zu bringen bzw. zu begleiten.
Die Nachhaltige Produktion und Nutzung Erneuerbarer Energien in ländlichen Räumen, Dörfern und kleinen Städten Mecklenburg-Vorpommerns birgt immense Potentiale und Chancen für Bürger, Kommunen und Unternehmen im Land: zur Errichtung und Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe, zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle und zur Ansiedelung von Betrieben und Unternehmen, zur politischen und wirtschaftlichen Teilhabe der Bürger in diesem Prozess. 
Die geglückten Beispiele der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zeigen, dass unabhängige, regionale Energieproduktion, Energieeffizienz und Klimaschutz heute Standortfaktoren sind, die zunehmend attraktiv für Unternehmen wie für Menschen sind.


Was wird vermittelt?
- Informationen über verschiedene Formen nachhaltiger Energieproduktion,
- mögliche Förderung, Finanzierungs- und Gesellschaftermodelle,
- Praxisbeispiele,
- Strategien für Planung und Umsetzung.


Was sind erste Wegmarken?
Nach eingehender Prüfung der Fördermöglichkeiten bei der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) soll im Herbst 2010 ein Clusterantrag für möglichst viele kleine Städte und Dörfer in M-V gestellt werden. Hierfür wird den Teilnehmern der Workshops ein Leitfaden mit Beschlussvorlagen und Handlungsempfehlungen übergeben.


Die Veranstaltung „Wege zum Bioenergiedorf“ wird somit kommunalpolitische Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen - und dass trotz oder gerade wegen der vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit. Auch aus diesem Grund werden an dieser Veranstaltung Vertreter aus anderen europäischen Nachbarländern teilnehmen, darunter Dänemark, Österreich, Polen und Wales.

Die Veranstaltung, inkl. Tagungsgetränke, Mittag und Abendessen im Müritzeum ist für Sie kostenfrei! Kosten für Anreise und Unterkunft tragen die Teilnehmer selbst.

Das Programm der Veranstaltung können Sie hier einsehen.

Wir bitten jedoch um verbindliche Anmeldung per Anmeldeformular bis 12.03.2010
.


Materialien

- Einladung / Programm / Anmeldeformular (Fax) ( 410 KB)
- Anmeldeformular (elektronisch ausfüllbar) ( 474 KB)

Veranstaltungen 2009
- Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009
- 09. Mai 2009, 10.00-15.45 Uhr, Güstrow


Güstrow / Bollewick, den 16. Dezember 2009

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Dokumentation „Wege mit Zukunft. Chancen für Wertschöpfung und Teilhabe
in Mecklenburg-Vorpommern durch Erneuerbare Energien“ als DVD und auf youtube

Im Oktober 2009 entschlossen sich 77 Bürgermeister und Gemeindevertreter, Landwirte,  Bildungs- und Ausbildungsakteure, Wissenschaftler und Vertreter der Landespolitik aus Mecklenburg-Vorpommern, auf eine gemeinsame Exkursion zu gehen. Einmal Güssing – hin und zurück.

Jahrzehntelang in der östlichsten Peripherie Österreichs gelegen und bis in die 1990er Jahre ärmste Region des Landes, ohne eigenen Bahn- und Autobahnanschluss bis heute beschloss die Gemeinde 1990 den 100%igen Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung. Wärme- und Stromproduktion sollten in die eigenen Hände genommen werden. 2009 erzeugen die Güssinger 98% des eigenen Bedarfes an Wärme und 150% an Strom selbst. 1500 neue Arbeitsplätze in den vergangenen 15 Jahren, regionale Wertschöpfung und Geldkreisläufe, ein neues Selbstwertgefühl der Menschen vor Ort – das ist Güssing heute.

Die Dokumentation „Wege mit Zukunft“ lässt dabei Akteure aus Mecklenburg-Vorpommern zu Wort kommen, die sich aus unterschiedlichem Interesse und mit vielfältigen Absichten mit der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien beschäftigen – sei als neues, zukunftsfähiges Geschäftsfeld, sei es als Chance regionale Wertschöpfung und Arbeit vor Ort zu schaffen, sei es als Markt von morgen, der Bildungs- und Ausbildungsbedarfe schon heute benötigt und erzeugt, sei es als Raum für Inspiration und Zukunftsgedanken, sei es als (letzte) Chance politische und ökonomische Teilhabe in strukturschwachen Räumen (neu) zu organisieren.

Die Dokumentation „Wege mit Zukunft“ kann ab sofort bei der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern als DVD angefordert werden. Darüber hinaus kann der komplette Film auch auf dem youtube-Kanal der ANE angesehen werden.

Hier der Link zur Dokumentation "Wege mit Zukunft": http://www.youtube.com/ANEMV2001

Zum Dank für die inspirierende Atmosphäre auf unserer gemeinsamen Exkursion nach Güssing und für die Unterstützung beim Entstehen dieser Dokumentation erhalten alle Teilnehmer in den nächsten Tage ein persönliches Exemplar der Dokumentation als DVD.


 

Güstrow / Bollewick, den 20. Oktober 2009

Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.

Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009.
Ein Rückblick.

Interessante, inspirierende, aber auch fordernde Tage liegen hinter den 77 Teilnehmer, die sich vom 08.-10. Oktober 2009 auf eine Exkursion nach Güssing (Österreich) begaben. Bürgermeister, Gemeindevertreter, Landwirte, Planer, Bildungs- und Ausbildungsakteure, Wissenschaftler und Vertreter der Landespolitik hatten die Mühe auf sich genommen, innerhalb von 3 Tagen mehr als 3000 Kilometer mit 2 Bussen zurückzulegen, um mit eigenen Augen den Werdegang, die Erfolge und die Botschaften der Energiestadt Güssing zu sehen. Begleitet wurde die Exkursion von einem Filmteam. Der hierbei entstandene Dokumentarfilm wird allen Interessenten Mitte Dezember 2009 kostenfrei zur Verfügung gestellt bzw. über den youtube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern abrufbar sein.

Warum Güssing?
Jahrzehntelang in der östlichsten Peripherie Österreichs gelegen und bis in die 1990er Jahre ärmste Region des Landes, ohne eigenen Bahn- und Autobahnanschluss stand Güssing mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor einer ungewissen Zukunft: Die Abwanderung junger, hochqualifizierter Menschen sowie das Fehlen von Gewerbe und Industriebetrieben bestimmten die damalige Zeit, der Wettbewerb um niedrige Produktionskosten als Standortsvorteil bot mit dem nun offenen Zugang zu osteuropäischen Produktionsstätten und Märkten kaum mehr Perspektiven.
Den Ausweg sollte 1990 ein ambitionierter Gemeinderatsbeschluss eröffnen: Der 100%ige Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung. Wie das? Mit Blick auf die jährlich aus der Stadt und Region abfließenden Gelder für die Bereitstellung von Wärme, Strom und Treibstoff aus fossilen Energieträgern sollten mit der energetischen Nutzung regionaler Ressourcen regionale Stoffkreisläufe gestärkt und regionale Wertschöpfung etabliert werden. Durch den Ausbau der Nutzung und Produktion Erneuerbarer Energien konnten deshalb nicht nur neue Tätigkeitsfelder für Betriebe der Forst- und Landwirtschaft eröffnet werden. Durch den Aufbau eines kommunalen Fernwärmenetzes in Güssing konnte darüber hinaus der Preis für die Kunden seit 1996 konstant gehalten werden, was mit Blick auf die Preissteigerung fossiler Brennstoffe faktisch eine Preishalbierung bedeutet. Indem die Gemeinde mit interessierten Unternehmen seither nicht nur die Kosten für Wasser und Abwasser, sondern auch die Preise für Wärme verhandelt, nutzt sie das Thema Erneuerbare Energien aus der Region offensiv für Unternehmensansiedlungen in Güssing. Die kostengünstige Versorgung über Erneuerbare Energien ist somit zum Wettbewerbs- und Standortvorteil geworden. Jüngste Ansiedlungen aus dem Bereich der Parkett- sowie Solarzellenproduktion untermauern das. Erreicht wurde all dies durch die strikt dezentrale, nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien, deren Produktionsorte und Vertriebsnetz mehrheitlich in der Hand der Gemeinden liegt.

Einmal Güssing – hin und zurück (08./10. Oktober 2009)
Da die Busse nach Güssing nicht lediglich Transportmittel sein sollten, entschlossen sich die Veranstalter, durch ein interessantes Rahmenprogramm diese kurzerhand zum Seminarraum und Drehort umzufunktionieren. Auf der Hinfahrt sollten mit einem Vortrag von Rainer Land zu den Stärken und Schwächen des ländlichen Raumes und den Perspektiven neuer Stadt-Umland-Allianzen sowie den Filmen „Neuland“ und Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“ erste Zugänge zu den anstehenden Problemen eröffnet werden. Klimaschutz und eine nachhaltige Regionalentwicklung sind kein Widerspruch, sondern zwei Seiten derselben Medaille: der Nachhaltigkeit. Daneben wurden in verschiedenen Drehsequenzen viele der Teilnehmer befragt, was sie von der Exkursion nach Güssing erwarten und welche Modellprojekte Erneuerbarer Energien sich in ihrer Region finden lassen bzw. gerade entwickeln. Die kleinen Busbibliotheken der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern lieferten zudem die Möglichkeit, sich über einige interessante Publikationen zum Thema Klimawandel, Erneuerbare Energien und nachhaltige Regionalentwicklung selbst zu informieren.
Die Rückfahrt wurde dann durch die Vorstellung von einigen Projekten und Ergebnissen aus M-V bestimmt. Falk Roloff-Ahrend stellte die Bioenergie-Region Mecklenburgische Seenplatte vor, Robert Böttcher gab Einblicke in seine Forschungen zur effizienten Umwandlung von Biomasse in Biogas an der Fachhochschule Wismar, das Netzwerk Regionale Energien M-V umriss seinen Aufbau und seine Ambitionen und Hans Thie zeichnete einige Eckpunkte und Vorteile regionaler Energieautonomie nach. Daneben lieferten Dokumentarfilme zum „Bioenergiedorf Jühnde“, zum „Landwirt als Energiewirt“ sowie eine Reportage zur „Energiestadt Güssing“ einigen Gesprächsstoff und viel Material zum Nach- und Weiterdenken. Dass die gute Atmosphäre in den Bussen auch trotz mehr als 20 Stunden Fahrtzeit für einige Teilnehmer niemals in Unmut oder Desinteresse kippte, sondern vielmehr einen Raum für interessante, vielschichtige Diskussionen eröffnete, ist nicht zuletzt den Mitreisenden selbst zu verdanken.

Vor Ort in Güssing (09. Oktober 2009)
Eingeleitet durch die begrüßenden Worte des Güssinger Bürgermeisters Peter Vadasz führte der Bürgermeister der Gemeinde Strem Bernhard Deutsch die Teilnehmer der Exkursion in den zurückgelegten Weg, die Erfolge und Botschaften von Güssing ein. Nach lebhaften zweieinhalb Stunden stand am frühen Nachmittag die Besichtigung des Biomassekraftwerkes Güssing  (Wirbelschichtdampfvergasung) an. Hier wurden neben der grundlegenden Funktionsweise auch die geschichtliche Relevanz der Anlage auf dem Weg zum „Güssinger Modell“ nachgezeichnet. Im Anschluss standen für einen Part der Teilnehmer der Besuch der Fernwärme Urbersdorf sowie der Biogasanlage Strem an. Bei beiden Terminen wurde neben der Erklärung der Anlagen auch die Geschichte ihrer Errichtung sowie die unterschiedlichen Rahmen ihres Betriebes in den Vordergrund gerückt. Ein zweiter Part der Exkursionsteilnehmer traf im Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energien auf Werner Rauscher (Internationale Solarteur-Zentrale, Güssing), einem Pionier in Sachen nachhaltiger Nutzung von Solarenergie. Neben Ausbildungsinhalten des von Werner Rauscher entwickelten Solateur-Programms drehten sich die Diskussionen um den bisweilen steinigen Weg der Etablierung Erneuerbarer Energien in Güssing, unterschiedliche Fördermöglichkeiten sowie Betreibermodelle der einzelnen Anlagen. Dass die ressourcenreichen, ländlichen Räume im postfossilen Zeitalter auch zu Energiequellen für die Städte und Metropolen werden, indem hier neue Zentren für nachhaltige Strom-, Wärme- und Treibstoffproduktion perspektivisch nicht für die Regionen, sondern auch für die heutigen Ballungsräume entstehen, beschloss als Vision die inspirierenden Gespräche.

Was könnte die Botschaft sein?
In einer Zeit eines aus heutiger Perspektive geringen Erdölpreises, trotz heftiger Gegenwehr des damaligen Strom- wie Gasmarktmonopols einiger, großer Anbieter und trotz politischer Vorbehalte auf Ebene der burgenländischen Landesregierung gegenüber der Stadt Güssing wurden hier bereits Anfang der 1990er Jahre die Grundlagen dafür gelegt, was heute als das „Modell Güssing“ bezeichnet wird und mittlerweile international Beachtung findet. Fast 98% des Wärmeenergiebedarfes sowie 150% des Strombedarfes produziert Güssing selbst (CO2-neutral). 1500 neue Arbeitsplätze wurden hier in den vergangenen 15 Jahren geschaffen. Neben den Bereichen „Entwicklung und Forschung“ und der „Weiterbildung“ ist nicht zuletzt durch die vielen unterschiedlichen Demonstrationsanlagen der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien ein weiterer Standortfaktor hinzugekommen. Mit dem Erfolg stiegen nicht nur die Anzahl nationaler und europäischer Auszeichnungen, sondern auch die Besucherzahlen. Mittlerweile ist der Ökotourismus ein veritabler Zweig in Güssing und im gesamten Burgenland.
Im Zentrum des „Modells Güssing“ steht die dezentrale, nachhaltige Nutzung Erneuerbarer Energien der Region, wobei der mehrheitliche Anteil der Gemeinden bei der Produktion wie der Verteilung der Energie eine faire Preiskalkulation ermöglicht. Mit Hilfe der Energiefrage werden somit regionale Stroffkreisläufe und regionale Wertschöpfung gesteigert. Klimafreundliche, kostengünstige und versorgungssichere Energieproduktion liefert somit eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Regionalentwicklung – nicht nur in Güssing.

Wie geht es weiter?
Für das Frühjahr 2010 plant die Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den gemeinsamen Veranstaltern der Exkursion nach Güssing sowie dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IFaS) ein interessantes Symposium, in dem im Rahmen von Vorträgen und Workshops zentrale Grundlagen und neue Erkenntnisse der energetischen Nutzung von Biomasse sowie beim Aufbau von Bioenergiedörfern in Mecklenburg-Vorpommern vermittelt und diskutiert werden sollen.
Darüber hinaus begleitet die Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des „Coaching Bioenergiedörfer“ exemplarisch Gemeinden und Bürgermeister bei der Analyse der vorhandenen eigenen Ressourcen, berät über unterschiedliche Fördermöglichkeiten und stärkt die Vernetzung der einzelnen Akteure sowie Planungs-, Verwaltungs- und Handlungsebenen.

Materialien

Bilder - Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10.Oktober 2009

             


Programm: Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10. Oktober 2009 (  270 KB)


Vorträge (pdf)

Dr. Rainer Land (Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.): Probleme, Stärken, Potenziale,
Stadt-Umland-Allianzen, Metropolen und Raum
(  315 KB)

Falk Roloff-Ahrend (ARGE Initiative Bioenergieregion Mecklenburgische Seenplatte GbR):
Bioenergie-Region Mecklenburgische Seenplatte
(  596 KB)

Robert Böttcher (FH Wismar): Effiziente Umwandlung von Biomasse in Biogas (  2358 KB)

Dr. Hans Thie: Regionale Energieautonomie. Zentrales Projekt für ländliche Räume (  796 KB)

Bernhard Deutsch: Das Modell Güssing.
Ein Beispiel für eine nachhaltige Energieversorgung
 ( 8747 KB)


Links

Dokumentationen
http://atv.at/contentset/17158/97047 (ATV – Die Reportage: Energiestadt Güssing)

Internetauftritte
http://www.eee-info.net (Homepage „Europäisches Zentrum für erneuerbare Energien“ Güssing)
http://www.solarteur.at (Homepage „Internationale Solarteur-Zentrale“ Güssing)
http://www.oekoenergieland.at (Homepage „Das ökoEnergieland“ Güssing)


Güstrow / Bollewick, den 17. September 2009

Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10.Oktober 2009.
Anmeldeverfahren abgeschlossen - 77 Teilnehmer sind dabei!

Für die Exkursion nach Güssing (Österreich), vom 08.-10.Oktober 2009 haben sich nunmehr 77 Teilnehmer angemeldet. Das Anmeldeverfahren ist somit abgeschlossen.

Weitere Informationen zum Ablauf der Exkursion (Busrouten und Einstiegsorte sowie Abfahrtszeiten) erhalten die Teilnehmer innerhalb der nächsten 14 Tage.


Güstrow / Bollewick, den 31. August 2009 

Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10.Oktober 2009. 
Europäische Musterregion für Erneuerbare Energien und Arbeitsplätze. 

Mittlerweile haben sich über 50 Bürgermeister, Verbandsmitarbeiter und Planer für die Exkursion nach Güssing angemeldet. Aus diesem Grund haben sich die Veranstalter entschlossen, einen zweiten Bus anzumieten.
Somit verschieben wir den Anmeldeschluss auf den 07. September 2009, um weiteren Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen.

Einladung / Programm ( 119 KB)
Anmeldeformular ( 277 KB, ausfüllbar)

Falls Sie Interesse und weiteren Informationsbedarf haben, kontaktieren Sie uns einfach:
Bertold Meyer
Coaching Bioenergiedörfer
Tel. 039931/18655
Mobil: 0170/2369262
E-Mail: b.meyer@fane-mv-ev.de


Güstrow / Bollewick, den 31. Juli 2009

Exkursion nach Güssing (Österreich), 08.-10.Oktober 2009. 
Europäische Musterregion für Erneuerbare Energien und Arbeitsplätze.

Sehr geehrte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister,

unter dem Titel „Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern. Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe“ fand am 9. Mai 2009 unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten unseres Landes, Herrn Erwin Sellering, eine auf breites Interesse gestoßene Veranstaltung in Güstrow statt.

YouTube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern Für die Kolleginnen und Kollegen unter Ihnen, die an der genannten Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, gibt es die Möglichkeit, einige der Vorträge hier nachzulesen (s.u.). Außerdem können Sie alle Vorträge als Videomitschnitte auf dem YouTube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern abrufen. (http://www.youtube.com/ANEMV2001

Auf Grund der umfangreichen Nachfrage haben sich die Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern, der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern, das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, die Bioenergieregion Rügen, die Bioenergieregion Mecklenburgische Seenplatte und der Verein Regionale Energie MV e.V. gemeinsam vorgenommen, eine dreitägige Exkursion nach Güssing (Österreich), zum Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energien zu organisieren.

Wir möchten Sie sehr herzlich zu dieser hochinteressanten Exkursion ins Burgenland einladen. Nehmen Sie interessierte Gemeindevertreter, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter Ihrer vertrauten Planungsbüros mit, um mit eigenen Augen zu erfahren, wie sich Güssing in den letzten knapp 20 Jahren selbstständig beeindruckende Zukunftsperspektiven eröffnete. In einer strukturschwachen Region wurden durch die nachhaltige Nutzung regionaler Potentiale an Erneuerbaren Energien die regionale Wertschöpfung gestärkt und mehr als 1500 Arbeitsplätze geschaffen. Der nachhaltige Beitrag zum Klimaschutz geht einher mit günstigen Energiepreisen. Neben dem Besuch des lokalen Biomassekraftwerkes, der Fernwärme- und Biogasanlage (siehe Programm) werden wir interessante Vorträge zur Situation der ländlichen Räume und Beispiele für Gestaltungsmöglichkeiten hören und sehen.

Die Exkursion findet in der Zeit vom Donnerstag, dem 08.10.2009 bis Sonnabend, den 10.10.2009 statt. Genaue Informationen zu Abfahrtsort und Abfahrtszeit erhalten Sie nach verbindlicher Anmeldung (s. Anmeldeformular).

Achtung: Mittlerweile haben sich über 50 Bürgermeister, Verbandsmitarbeiter und Planer für die Exkursion nach Güssing angemeldet. Deshalb haben sich die Veranstalter entschlossen, einen zweiten Bus anzumieten.
Deshalb verschieben wir den Anmeldeschluss auf den 07. September 2009.  

Kosten für Busfahrt und Vorträge entstehen für Sie nicht.
Kosten für zwei Übernachtungen und Verpflegung tragen die Teilnehmer jedoch selbst.
Unterkunftskosten für Einzel- und Doppelzimmer (inkl. Frühstück) vor Ort liegen zwischen 44 und 70 EURO p.P. und Nacht.

Prof. Dr. Peter Adolphi                                                           Michael Thomalla
Akademie für Nachhaltige Entwicklung M-V                     Städte- und Gemeindetag M-V

Einladung / Programm ( 119 KB)
Anmeldeformular ( 277 KB, ausfüllbar)


Güstrow, 21. Juli 2009

Rückblick:
Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.
Chancen für den Ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.
09. Mai 2009, 10.00-15.45 Uhr, Güstrow

Klimawandel, Weltwirtschaftskrise und demographische Entwicklung sind die Stichworte unserer Zeit!
Oftmals werden sie in der öffentlichen Diskussion als Bestandteil einer bedrohlichen Kulisse dargestellt und tatsächlich bergen sie auch nicht zu unterschätzende Gefahren.

Stehen wir nun ohnmächtig einem Prozess gegenüber, der auch in Zukunft von Zwängen der Globalisierung bestimmt wird? Oder können wir mit einer Nachhaltigkeitsstrategie, die verstärkt auf unsere regionalen Potenziale baut, die die Menschen in den Dörfern und kleinen Städten unseres Landes teilhaben lässt, und auffordert, mitzugestalten, diese Ohnmacht ein Stück weit überwinden? Sicherlich ein gesamtgesellschaftliches Problem mit vielen Baustellen, könnte man meinen.

Am 09. Mai 2009 lud deshalb die Akademie für Nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit der Landesregierung MV, dem Städte- und Gemeindetag MV und dem Netzwerk Erneuerbare Energie MV zur einer Auftaktveranstaltung nach Güstrow ein, um die Chancen der Bioenergiedörfer für den Ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern mit Experten und Interessierten zu diskutieren.

Alle Vorträge sind als Videomitschnitte auf dem YouTube-Kanal der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern (http://www.youtube.com/ANEMV2001) abrufbar.


Programm der Veranstaltung ( 167 KB)