Landschaft schmecken oder: wie unsere Esskultur die ländlichen Räume prägt.
19.04.2012 | 10-16.30 Uhr | Universität Rostock


Regionale Lebensmittel liegen im Trend. Dahinter steht eine wachsende Sehnsucht nach Geborgenheit und Idylle, intakter Natur und echten Lebensmitteln, fairem Umgang mit Mensch und Tier. Aber wer fragt beim Einkauf wirklich nach dem woher und dem wie? Und können wir mit dem Einkaufskorb in der Hand wirklich eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes beeinflussen? Gibt es überhaupt verantwortlich erzeugte regionale Lebensmittel für jedermann? Und sind sie bezahlbar? Oder ist das nur eine Nische?

Dabei müssen Landschaften Vielfältiges leisten: natürliche Lebens- und Regenerationsräume für Flora und Fauna erhalten, Lebensmittel und Energie produzieren, touristische Angebote einrahmen… und diese Angebote nicht nur für die unmittelbare Umgebung, sondern auch für die großen Metropolen in ihrer Umgebung dauerhaft zur Verfügung stellen.

Am 19.04. diskutierten in der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock Wissenschaftler und Umweltbildner, Gastronomen und Touristiker, Erzeuger und Vermarkter Zukunftsperspektiven verantwortlich erzeugter regionaler Lebensmittel für Mecklenburg-Vorpommern.

Die Fachvorträge am Vormittag und die Einblicke der Praktiker am Nachmittag verband die Frage, wie sich unsere Landschaft anpassen wird, wenn wir sie zunehmend für saubere Energieproduktion und verantwortliche Lebensmittelerzeugung, nachhaltigen Tourismus und Naturschutz nutzen.

Wie dieser Prozess gemeinsam verstanden und ein die klassischen Zielgruppen übergreifendes strategisches Netzwerk entstehenden kann, erörterten die Kooperationspartner der Tagung mit den ca. 120 Teilnehmern.

Schwerpunkte der Tagung

  • die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums
  • Bedeutung der regionalen Lebensmittelproduktion, ihrer Vermarktung und Verarbeitung – Chancen und Notwendigkeiten
  • Vermarktungsinitiativen in der Metropolregion Hamburg und in M-V
  • „Garten der Metropolen“ als regionales Synonym für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes zwischen Berlin, Hamburg und Szczecin
  • Zukunftspreis 2011/12 der ANE, Thema: „Verantwortlich erzeugte regionale Lebensmittel“, Preisgeld: 10.000 €