Moorschutz = Klimaschutz?

Es wird geschätzt, dass die weltweit etwa 500.000 Quadratkilometer entwässerte Moore jährlich 2 Gt Kohlendioxid emittieren. Damit zeichnen 0,3 % der Landfläche verantwortlich für 6 % der durch uns Menschen gemachten CO2-Emissionen. Das bedeutet, dass Moore auch in zukünftigen internationalen Klimaschutzvereinbarungen eine größere Rolle spielen werden.

In den moorreichen Ländern Norddeutschlands gehören die Emissionen aus trocken gelegten Mooren zu den größten Treibhausgas‐Einzelquellen (THG) überhaupt. So beträgt der Anteil an den Gesamtemissionen in Mecklenburg‐Vorpommern ca. 27 %, in Brandenburg und in Schleswig‐Holstein etwa 9 %. Engagierte Klimaschutzziele, wie etwa 40% weniger THG-Emissionen bis 2020, sind zumindest in diesen Bundesländern ohne Berücksichtigung der Emissionen aus Mooren kaum vorstellbar.

Moorschutz = mehr als Klimaschutz!

Intakte Moore leisten vieles, was nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar ist, und spielen dabei noch weit mehr als eine wichtige Rolle künftiger Klimaschutzpraxis. Nasse Moore erbringen zusätzlich eine Vielzahl von Ökosystemleistungen, welche sich positiv auf ihre Region und Menschen auswirken:

  • bessere Wasserqualität,
  • gesteigerter Hochwasserschutz durch höhere Wasserrückhaltefunktion der Moore,
  • angehobener Grundwasserstand,
  • regionale Kühlungseffekte durch Verdunstung,
  • Erhalt der letzten Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten,
  • Erhöhung und Nutzung moortypischer Biodiversität...

 

NKI-Projekt: Mehr Moorschutz durch MoorFutures. Klimaschutz trifft Biodiversität.

Die Finanzierung dieser Klimaschutz- und Ökosystemleistungen ist das Ziel von MoorFutures. Dies soll durch die Wiedervernässung ausgewählter Moore in den MoorFutures-Bundesländern - Brandenburg, Mecklenburg‐Vorpommern und Schleswig‐Holstein - schrittweise erreicht werden.
Ein MoorFuture entspricht dabei der Vermeidung von einer Tonne CO2.

Die ANE möchte mit diesem Kommunikations- und Bildungsprojekt über die Bedeutung intakter Moore für Klimaschutz und Biodiversität informieren. Gleichzeitig ist hiermit eine Informationskampagne zur Finanzierung von Moorschutz durch das ökologische Wertpapier „MoorFutures“ verbunden. „MoorFutures“ sollen öffentlichkeitswirksam und transparent als alternatives und freiwilliges CO2-Kompensationsinstrument für Unternehmen, Kommunen und Bürger sowie unterschiedliche Veranstaltungsformate kommuniziert und etabliert werden.

Hierfür werden im Projektraum ein Netz von Moor-Info-Punkten etabliert, Fotowettbewerbe sowie Workshops für Lehrerinnen und Kita-Erzieher, das Moortheater rund um den Kummerower See unterstützt sowie eine eigene App mit dem Titel „MuchMoor“ entwickelt. Neben vielfältigen Informationsmaterialien rund um die Moore soll so über das regionale Engagement für den Moorschutz informiert werden.

| Über den Projekt-Blog MoorForum informieren wir kontinuierlich über den Verlauf des NKI-Projektes. |

Mit den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein begegnen sich in der „MoorFutures-Länder-Familie“ drei Mitglieder auf Augenhöhe. Als zentrale Ansprechpartner für Moorwiedervernässung und den je bundeslandbezogenen Vertrieb der eigenen MoorFutures sind somit die Flächenagentur Brandenburg GmbH (für Brandenburg), das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (für Mecklenburg-Vorpommern) und die Ausgleichsagentur SH GmbH (für Schleswig-Holstein) wichtige Kooperationspartner für das BMUB-Projekt der ANE.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der MoorFutures hier.


Projektstart: 01.12.2015 | Projektende: 31.12.2019
Fördernummer: 03KF0029

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative – NKI.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen zur NKI finden Sie hier: www.klimaschutz.de


Projekt-Blog 
zum NKI-Projekt:
Mehr Moorschutz durch MoorFutures.
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MoorApp:
jetzt für Android & IOS
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17 Beispiele aus MV.
Neue Broschüre zum Download und Bestellen.
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Kooperationspartner
Greifswald Moor Centrum
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Deutscher Verband für Landschaftspflege
Deutscher Verband für Landschaftspflege
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV
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Flächenagentur Brandenburg
Flächenagentur Brandenburg
Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein
Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein
Nationale Klimaschutzinitiative - NKI
Nationale Klimaschutzinitiative - NKI
Projektträger Jülich
Projektträger Jülich