Ausgezeichnet: Norddeutsch und Nachhaltig Mecklenburg-Vorpommern ist Vorbild für Nachhaltigkeit

20.11.2019 | Futurium Berlin
Bildung für nachhaltige Entwicklung

Unter dem Motto „Ausgezeichnet“ prämierten Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) Prof. Dr. Maria Böhmer am 20. November in Berlin 55 Lernorte, 36 Netzwerke und 9 Kommunen, somit Initiativen aus fast allen Bundesländern, für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Aus der Begründung der Jury:
„Das Netzwerk Norddeutsch und Nachhaltig (NUN) Mecklenburg-Vorpommern begleitet die Qualitätsprozesse in der BNE-Zertifizierung außerschulischer Lernorte. Das Netzwerk hat sich durch das Erschließen neuer Zielgruppen und neuer Teilhabemöglichkeiten qualitativ wie auch quantitativ erheblich weiterentwickelt. Im NUN-Netzwerk kommen neben denen der non-formalen Bildung auch Anbietende der beruflichen Bildung, der Elementarpädagogik, des informellen Lernens sowie Jugendverbände zusammen, um ihre Ziele und Aktivitäten in Bezug auf Bildung für nachhaltige Entwicklung festzulegen.“

Das NUN-Netzwerk MV
Das NUN-Netzwerk MV versammelt 25 zertifizierte Bildner*innen und Orte der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben eines gemeinsam: sie wollen naturverträglich, langfristig und nah an den Menschen für ein gutes Leben und Lernen in MV sorgen. Konkret heißt das, dass sie Seminare, Kurse, Projekttage für Schulen, Kitas aber auch Erwachsene anbieten, in denen Zukunftsthemen partizipativ vermittelt werden. Die NUN-Zertifizierung und -Qualitätsentwicklung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des Ministers für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin.

Die NUN-Geschäftsstelle wird seit 2012 durch die Akademie für Nachhaltige Entwicklung – ANE betrieben. Ulrike Gisbier leitet diese, Henrik Manthey unterstützt v.a. die Arbeit in der NUN-Kommission.


Die NUN-Partnerschaft

Im Rahmen der NUN-Partnerschaft werden seit 2004 in Schleswig-Holstein, seit 2012 in Mecklenburg-Vorpommern und seit 2013 in Hamburg non-formale Bildungsanbietende ausgezeichnet. Im Herbst 2019 ist Sachsen-Anhalt der NUN beigetreten. Länderübergreifend werden fortlaufend das Verfahren und Detailfragen rund um die Zertifizierung und Qualitätsentwicklung miteinander abgestimmt. Die NUN-Partnerschaft ist somit – deutschlandweit – zu einer Instanz in der außerschulischen BNE geworden und eines der bleibenden Projekte der „UN-Dekade 2005-2014: Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, die sich strukturell verankern haben.


BNE strukturell in der Bildungslandschaft verankert

Seit 2016 zeichnen das BMBF und die DUK im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktions-programms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf BNE aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Als offizieller Beitrag zum Weltaktionsprogramm stellen sie sich ab sofort auf der Internetseite des BNE-Portals vor und profitieren vom Austausch mit anderen Akteuren in einem breiten Wissens- und Praxisnetzwerk. Darüber hinaus stehen die Freie Universität Berlin und die DUK den Initiativen bei Fragen zu der Weiterentwicklung beratend zur Seite.


Hintergrund

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Eine solche gesellschaftliche Transformation erfordert starke Institutionen, partizipative Entscheidungen und Konfliktlösungen, Wissen, Technologien sowie neue Verhaltensmuster. Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO- Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015–2019) ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Deutschland beteiligt sich mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der im Juni 2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurde.


Weitere Informationen der DUK (Deutsche UNESCO-Kommission) und Bundesebene
Die ausgezeichneten Initiativen: Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de/bne   
Publikation „Strukturen stärken - Ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung im Porträt“

Kontakt

Stiftung Akademie für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle NUN-Zertifizierung
Ulrike Gisbier | Henrik Manthey
Tel.: 03843/776906
Mobil: 0160/96785534 (UG) | 0176-22983455 (HM)

17 Beispiele aus MV.
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